Ganzheitliche Osteopathie – Wissenschaftlich fundiert


 
Die Weltgesundheitsorganisation WHO definierte in „Benchmarks for Training in Osteopathy“ aus 2010 die Osteopathie als Komplementär- und Alternativmedizin. Sie umfasst eine ausführliche manuelle Diagnose und Therapie.
Der Weltdachverband für Osteopathie, Osteopathic International Alliance, OIA, in seinem Bericht „Osteopathy and Osteopathic Medicine“ aus 2014 formuliert:
„Die osteopathische Behandlung basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz: Ziel ist es, Bewegungseinschränkungen im Gewebe zu lösen und die Selbstregulation des Körpers zu aktivieren. Dabei nutzen wir die komplexen Wechselwirkungen zwischen Organen, Faszien, Nerven- und Hormonsystem“.
Die Wirksamkeit dieses Ansatzes wird durch die moderne medizinische Forschung gestützt:

  • Freie Organbeweglichkeit: Mittels Real-Time-Ultraschallstudien (Tozzi et al. 2012) wurde nachgewiesen, dass osteopathische Techniken (viszerale Manipulationen) die Mobilität und Gleitfähigkeit der Faszien und inneren Organe signifikant verbessern.
  • Aktivierte Selbstheilung: Neurophysiologische Untersuchungen (Ruffini et al. 2015) belegen, dass die Behandlung das autonome Nervensystem reguliert. Sie stimuliert den Parasympathikus (den „Ruhenerv“), erhöht die Herzratenvariabilität (HRV) und schafft so die biologische Basis für Regeneration.
  • Vernetzte Systeme: Klinische Studien (Walkowski et al. 2014) zeigen, dass manuelle Impulse über Nervenbahnen wirken und die Ausschüttung von Stresshormonen (Cortisol) sowie Entzündungsstoffen (Zytokine) positiv modulieren können.
 
Wissenschaftliche Quellen:
 
Tozzi, P., Bongiorno, D. und Vitturini, C., 2012. Low back pain and kidney mobility: local osteopathic fascial manipulation decreases pain perception and improves renal mobility. Journal of Bodywork and Movement Therapies, 16(4), S. 381–391.
 
Ruffini, N., D'Alessandro, G., Cardinali, L., Friston, K. J. und Cerritelli, F., 2015. Variations of high frequency parameter of heart rate variability following osteopathic manipulative treatment in healthy subjects compared to control group and sham therapy. Frontiers in Human Neuroscience, 9, S. 272.
 
Walkowski, S., Singh, M., Puertas, J., Pate, M., Goodrum, K. und Benencia, F., 2014. Osteopathic Manipulative Therapy Induces Early Plasma Cytokine Release and Mobilization of a Population of Blood Dendritic Cells. PLoS ONE, 9(3), e90132.


 

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